21.02.2018|Kundenstory KOSME Gesellschaft GmbH

Produktiver Formenbau dank moderner CNC-Technologie

DMG MORI Werkzeugmaschinen und Steuerungen von HEIDENHAIN garantieren bei KOSME hohe Qualität und kurze Bearbeitungszeiten in der Fertigung von Streckblasformen

Andreas Steidl (rechts), Leiter Formenbau bei KOSME, an der kürzlich angeschafften DMU 95 monoBLOCK, die mit einer TNC 640 von HEIDENHAIN läuft.

Seit 1989 ist die österreichische KOSME Gesellschaft mbH aus Sollenau nahe Wien in der Etikettier- und Abfülltechnik zu Hause. Mit dem Siegeszug der PET-Flasche hat das Unternehmen sein Portfolio in den 90er Jahren um Streckblasmaschinen – den heutigen Tätigkeitsschwerpunkt – erweitert. Die zugehörigen Blasformen fertigt KOSME ebenfalls am Standort sowohl für die eigenen Streckblasmaschinen als auch für die der Konzernmutter. Seit 2005 ist das Unternehmen eine Tochter der Krones AG. 25 der insgesamt 135 Mitarbeiter zeichnen im Formenbau verantwortlich für Konstruktion, Programmierung, Fertigung und Qualitätskontrolle. In der Zerspanung vertraut das Team seit vielen Jahren auf Werkzeugmaschinen von DMG MORI und Steuerungen aus dem Hause HEIDENHAIN. Die Produktion umfasst unter anderem neun Universalmaschinen der DMU eVo linear Baureihe und drei monoBLOCK-Bearbeitungszentren. Während vor allem die DMU eVo 60 linear Maschinen identisch mit iTNC 530 Steuerungen ausgestattet sind, arbeitet KOSME im Fall der jüngst gekauften DMU 95 monoBLOCK mit der neuen TNC 640 von HEIDENHAIN.

 

Komplexe Geometrien und Einzelteilfertigung charakterisieren die Produktion von KOSME.

Über 3.000 Blasformen pro Jahr und kleine Losgrößen bis maximal 25 Stück kennzeichnen den Formenbau von KOSME. Um hier wettbewerbsfähig zu bleiben, ist eine hohe Produktivität erforderlich. Andreas Steidl, Leiter Formenbau, nennt einen Teil der Lösung: „Unsere Maschinen sind rund um die Uhr in Betrieb.“ Gearbeitet wird prinzipiell einschichtig, jedoch: „Automationslösungenen und Bearbeitungszeiten von mehreren Stunden ermöglichen uns die hohe Auslastung der Produktion.“

Durchlaufzeiten minimieren mit HEIDENHAIN auf DMG MORI

Stärken der neuen TNC 640 sind die verbesserte Programmsimulation und die Advanced Dynamic Prediction (ADP), mit der die Bewegungsführung nochmals optimiert wird.

Die konsequente Maschinen- und Steuerungsphilosophie trägt ebenfalls zur Produktivität bei. Die Bearbeitungszentren sind durchweg mit Steuerungen von HEIDENHAIN bestückt, die meisten bis dato mit der iTNC 530. „So können wir auf einer DMU 60 eVo linear rüsten und auf den identisch ausgestatteten Maschinen anschließend parallel fertigen, um unsere Durchlaufzeiten zu minimieren“, erklärt Andreas Steidl. Waren die jüngsten Zukäufe im eVo-Bereich aus genau diesem Grund noch mit der iTNC 530 ausgerüstet, nutzt KOSME im Fall der 2016 installierten DMU 95 monoBLOCK bereits die neue TNC 640 von HEIDENHAIN. Die Paketmaschine von DMG MORI war für KOSME preislich attraktiv und bietet die nötige Arbeitsraumgröße für Blasformen bis zu einem Volumen von 30 Liter.

„Bei der neuen Steuerung haben wir einerseits eine gewohnte Umgebung mit Programmierung in HEIDENHAIN-Klartext, andererseits aber auch einen deutlich erweiterten Funktionsumfang, den wir in unsere Arbeit integrieren können“, beurteilt Andreas Steidl die TNC 640. Schon die verbesserte Programmsimulation sei ein großer Gewinn für die werkstattorientierte Programmierung.

Auf der DMU 95 monoBLOCK fertigt KOSME Blasformen mit einem Volumen von bis zu 30 Litern.

Bessere Oberflächengüten dank Advanced Dynamic Prediction

Auch bei den DMU eVo linear Maschinen setzt KOSME durchweg auf Steuerungen von HEIDENHAIN.

Vor allem in der 5-Achsbearbeitung mit Schwenkkopf und Rundtisch spielt die Steuerung ihre Stärken aus. So hat HEIDENHAIN beispielsweise mit Advanced Dynamic Prediction (ADP) die Bewegungsführung nochmals optimiert. Dies greift vor allem bei NC-Programmen, die auf CAM-Systemen erzeugt wurden. Nicht selten liegen 3D-Modelle mit teilweise unzureichender Datenqualität vor. In Folge dessen kommt es zu einer reduzierten Datenauflösung bzw. schwankenden Punkteverteilung im NC-Programm. ADP erweitert die bisherige Vorausberechnung des zulässigen maximalen Vorschubprofils und ermöglicht so eine weitere Verbesserung der Bewegungsführung. Dadurch lassen sich die Achsgeschwindigkeit und Beschleunigung im 3- und 5-achsigen Fräsen weiter  optimieren und Vorschubschwankungen durch unzureichende Punkteverteilung werden eliminiert. Das Ergebnis sind saubere Oberflächen und perfekte Konturen bei möglichst kurzen Bearbeitungszeiten.

Nachbearbeitung reduzieren mit HSC

Die farbliche Kennzeichnung des Materialabtrags verdeutlicht die Arbeitsschritte und erleichtert die Zuordnung der eingesetzten Werkzeuge.

Ist die DMU 95 monoBLOCK insbesondere für große Werkstücke ausgelegt, fertigt KOSME auf den DMU eVo linear Maschinen Blasformen für PET-Falschen bis hinunter zu 0,05 Liter. Nicht zuletzt die Übernahme durch die Krones AG hat zu einem derart breit gefächerten Formenangebot geführt. Andreas Steidl ergänzt: „Mit der Übernahme von KOSME hat Krones sein Produktspektrum sinnvoll erweitert und Synergien für beide Unternehmen geschaffen.“

Die Laufzeiten der unterschiedlichen Blasformen bewegen sich je nach Größe und Komplexität der späteren Flasche zwischen 60 Minuten und über zehn Stunden. „Die hohe Dynamik der Linearantriebe auf den eVo-Maschinen kommt uns bei diesem Spektrum sehr zugute“, findet Andreas Steidl. In Kombination mit den HSC-Spindeln erzielt man auf den Universalmaschinen hervorragende Bearbeitungsergebnisse. „Poliert werden am Ende alle Formen, aber mit 40.000 min-1 im Fräsen können wir den Nachbearbeitungsaufwand erheblich reduzieren.“

Als wachstumsorientiertes Unternehmen bleibt KOSME auch technologisch immer auf neuestem Stand. Dazu gehören regelmäßige Investitionen in modernere CNC-Maschinen ebenso wie der Einsatz innovativer Steuerungstechnologien. Für Andreas Steidl selbstverständliche Schritte: „Nur so können wir die positive Entwicklung im Markt der PET-Flaschen langfristig als einer der führenden Wettbewerber begleiten.“

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