29.08.2025|MERZ tronic GmbH

Automatisiert in die Zukunft

Die MERZ tronic GmbH aus Villingen-Schwenningen hat ihre Ursprünge in der Entwicklung von Leiterplatten und der Montage von industriellen Röhrenmonitoren. Das 1998 gegründete Unternehmen hat sein Leistungsspektrum über die Jahre um die mechanische Fertigung ausgebaut und zählt heute 18 Angestellte. MERZ tronic beliefert Kunden nahezu aller Branchen mit individuellen Monitor- und Eingabesystemen. In der Zerspanung vertraut der Familienbetrieb mittlerweile auf sechs Werkzeugmaschinen von DMG MORI. Nach der ersten Anschaffung 2018, einer DMU 95 monoBLOCK, forciert MERZ tronic seit rund drei Jahren heute die automatisierte Fertigung. Eine CMX 70 U mit PH 150 machte den Anfang. Es folgten eine CTX 450 TC, eine DMU 50 und eine weitere CMX 70 U – allesamt mit Robo2Go. Im Fall der CMX 70 U handelte es sich um eine Nachrüstung, durch die die 5-achsige Fräsmaschine ebenfalls besser ausgelastet werden konnte.

Touch-Displays für die Medizintechnik

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Der Roboter kann ohne Vorkenntnisse sehr schnell direkt an der Steuerung der Maschine programmiert werden.

Der mittlerweile fast flächendeckende Einsatz von Touch-Displays als Eingabesysteme hat MERZ tronic in den vergangenen Jahren Zugang zu zahlreichen Branchen verschafft. „Gegensprechanlagen, Maschinensteuerungen und Monitore für die Medizintechnik sind nur ein paar Beispiele“, gibt Florian Merz einen Überblick. Er leitet das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater. „Wir unterstützen unsere Kunden schon in der Entwicklungsphase und liefern einbaufertige Systeme aus einer Hand.“ MERZ tronic stehe dabei für ein hohes Maß an Flexibilität und eine individuelle Kundenbetreuung.

Produktive 5-Achs-Bearbeitung komplexer Werkstücke

Großen Anteil an der Flexibilität von MERZ tronic hat die moderne Fertigung. „Vor allem die Investitionen in Werkzeugmaschinentechnologie von DMG MORI haben uns ein großes Stück weitergebracht“, erinnert sich Florian Merz. Den großen Arbeitsraum der DMU 95 monoBLOCK habe man bereits voll ausgeschöpft, um anspruchsvolle 5-Achs-Komponenten zu fertigen. Diese gute Erfahrung hat zu weiteren Anschaffungen geführt. „Die 5-achsige Bearbeitung ist für unser Teilespektrum essentiell, weil wir mit ihr auch komplexe Werkstücke in maximal zwei Aufspannungen wettbewerbsfähig fertigen können“, ergänzt Michael Schmid, Produktionsleiter.

Florian Merz, Geschäftsführer der MERZ tronic und Produktionsleiter Michael Schmid vor der einer CMX 70 U mit nachgerüstetem Robo2Go

„Wir können wesentlich entspannter auf wirtschaftliche Schwankungen reagieren und gleichzeitig unsere Fachkräfte verstärkt für qualifizierte Aufgaben einsetzen.“

PH 150: Einstieg in die automatisierte Fertigung

In einer weiteren Investitionsphase hat sich MERZ tronic mit Automationslösungen befasst. Laut Florian Merz hatte das im Wesentlichen zwei Gründe: „Die Auftragseingänge sind nach Corona extrem angestiegen, so dass wir unsere Kapazitäten erhöhen mussten. Dem gegenüber stand allerdings die Herausforderung, gute Fachkräfte zu finden, um eventuell in zusätzlichen Schichten zu arbeiten.“ Das Palettenhandling PH 150 habe an der CMX 70 U gezeigt, wie sich eine solche Lücke kurzfristig schließen lasse. „So konnten wir weiterhin nur tagsüber in zwei versetzten Schichten arbeiten und zusätzliche Werkstücke über Nacht bearbeiten lassen“, so Michael Schmid.

Robo2Go: Mehr Flexibilität durch roboterbasiertes Werkstückhandling

Nach den ersten Erfahrungen mit der automatisierten CMX 70 U war Florian Merz schnell überzeugt. „Besonders bei Werkstücken mit längeren Laufzeiten ist das Palettenhandling PH 150 eine enorme Entlastung, weil sich unsere Mitarbeiter beispielsweise auch tagsüber verstärkt auf das Programmieren konzentrieren können.“ Die Anschaffung weiterer Automationslösungen sei deshalb eine logische Konsequenz gewesen. „Im Robo2Go haben wir ein Werkstückhandling gefunden, das uns noch mehr Flexibilität in der autonomen Fertigung bietet.“

Mannarme Fertigung von 80 Bauteilen am Stück

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In der Zerspanung vertraut MERZ tronic mittlerweile auf sechs Werkzeugmaschinen von DMG MORI. Nach der ersten Anschaffung 2018 forciert der Familienbetrieb heute die automatisierte Fertigung.

Die Investitionen in eine DMU 50 und eine CTX 450 TC haben sich schnell bewährt. Beide Maschinen können mit Hilfe des Robo2Go auch mittlere Losgrößen über mehrere Stunden ohne manuelles Eingreifen produzieren. Das Dreh-Fräszentrum verfügt außerdem über einen Stangenlader, der zusätzlichen Spielraum in der Auftragsplanung bietet. „Abhängig von der Werkstückgröße und der Belegung des Magazins können wir bis zu rund 80 Bauteile am Stück fertigen“, erklärt Michael Schmid. So könne MERZ tronic die mannlosen Spät- und Nachtschichten noch besser auslasten. „Bei Bedarf füllt einer von uns das Magazin auch am Wochenende auf.“

Kapazitätsplus durch Robo2Go-Nachrüstung

Von der Flexibilität des Robo2Go wollte MERZ tronic auch im Fall einer noch nicht automatisierten CMX 70 U profitieren. „Deshalb haben wir DMG MORI mit der Nachrüstung des Roboters beauftragt“, erinnert sich Florian Merz. Die seitliche Tür war als Automationsvorbereitung bereits vorhanden. Jedoch war das Spannsystem auf den Betrieb mit einem Palettenhandling ausgelegt. Für die Nutzung des Werkstückhandlings war die Umrüstung durch einen Techniker aus dem polnischen DMG MORI Werk, wo die Maschine gebaut wird, notwendig. „Die gesamte Umrüstung hat lediglich 4 Wochen beansprucht. Danach konnten wir sofort loslegen, weil wir den Robo2Go bereits gut kannten.“

Leichte Roboterprogrammierung ohne Vorkenntnisse

In der einfachen Bedienung des Robo2Go sieht Michael Schmid einen weiteren Vorteil des Werkstückhandlings: „Nach einer Einweisung durch DMG MORI konnte ich den Roboter ohne Vorkenntnisse sehr schnell programmieren.“ Man müsse nur Parameter wie die Größe des Rohmaterials oder die genaue Position im Magazin hinterlegen. „Die Eingabe erfolgt sehr intuitiv über das Multitouch-Display der Maschinensteuerung.“

Automatisierte Zukunft

Florian Merz ist froh über den Schritt in die automatisierte Fertigung: „Wir können wesentlich entspannter auf wirtschaftliche Schwankungen reagieren und gleichzeitig unsere Fachkräfte verstärkt für qualifizierte Aufgaben einsetzen.“ Bei künftigen Investitionen wolle er das Thema weiterhin berücksichtigen. „Wir werden Automationslösungen in unsere Strategie einbeziehen, um auch langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.“

MERZ tronic GmbH
Siederstraße 50
78054 Villingen-Schwenningen
Merz tronic


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