01.09.2025|Aviation & Space

Auftrieb durch Innovation

Flugzeughersteller und ihre Zulieferer bewegen sich in einer Branche, die seit jeher – im wahrsten Sinne des Wortes – hoch hinaus will. Das Potenzial ist groß, weil der weltweite Mobilitätsbedarf steigt. Wer an diesem Wachstum teilhaben will, muss sich jedoch zahlreichen Herausforderungen stellen: Der globale Wettbewerb, Lieferengpässe, ein zunehmender Nachhaltigkeits- und Innovationsdruck sowie der anhaltende Fachkräftemangel sind nur einige Beispiele, die im Bereich Aviation schon lange vor dem Start eines Flugzeugs immer wieder für Turbulenzen sorgen und den beteiligten Unternehmen großes Navigationsgeschick abverlangen. Die Herausforderungen in der Raumfahrttechnik sind ebenfalls groß. Komponenten für Raketenantriebe oder Satelliten müssen den extremen Bedingungen auf dem Weg in das und im Weltall standhalten. Leistungsfähige Titan- oder Nickellegierungen werden in hochspezialisierten Verfahren bearbeitet, während Losgröße 1 in den meisten Fällen zur wirtschaftlichen Herausforderung beiträgt.

Transformation einer ganzen Branche

Resultierend aus diesen Herausforderungen durchlebt Aviation & Space seit geraumer Zeit einen tiefgreifenden Transformationsprozess. Einerseits investiert die Branche traditionell langfristig, weil die Entwicklung neuer Flugzeuge oftmals über zehn Jahre in Anspruch nimmt und auch Raumfahrtprojekte auf lange Zeiträume ausgelegt sind. Andererseits erfordern Marktschwankungen oder Lieferengpässe heutzutage ein hohes Maß an Flexibilität. Darüber hinaus sind Investitionen nicht nur aus Gründen der Wettbewerbsfähigkeit zwingend erforderlich. Auch ambitionierte Nachhaltigkeitsziele spielen eine entscheidende Rolle. Keine andere Branche steht unter so hohem Druck, CO₂-Emissionen zu reduzieren. Bis 2050 soll sogar emissionsfreies Fliegen möglich sein. Alternative Antriebstechnologien, Leichtbau und neue Materialien sind deshalb auf dem Vormarsch. Die Entwicklung von Wasserstoffflugzeugen, elektrischen Kurzstreckenjets und nachhaltigem Kerosin (SAF) läuft auf Hochtouren. Doch die Integration dieser Technologien ist kostspielig, zeitintensiv und stellt neue Anforderungen an Infrastruktur und Logistik. Unternehmen, die sich frühzeitig auf nachhaltige Lösungen einstellen und Partnerschaften mit innovativen Technologieanbietern eingehen, verschaffen sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Fokusbranche für wegweisende CNC-Technologien

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Solche Partnerschaften sind bereits in der Produktion essentiell, wo ein großer Teil der Investitionen getätigt wird. Gerade im Werkzeugmaschinenbau gilt Aviation & Space als unumstrittene Fokusbranche, weil die Qualität der Flugzeugkomponenten – zum Schutz der Passagiere – und die Zuverlässigkeit von Raumfahrtkomponenten oberste Priorität haben. Zertifizierungen wie die AS9100 für die Fertigung von Neubauteilen in der Luftfahrt sichern die hohen Qualitätsstandards. Zudem sind die Anforderungen an eine hohe Wirtschaftlichkeit enorm, weil kleine Losgrößen mit hoher Varianz dominieren. Hinzu kommen unterschiedlichste Anwendungen. Aluminiumlegierungen mit hohen Abtragsraten sind ebenso Alltag wie hochpreisige Titan- und Nickellegierungen, die auf stabilen Bearbeitungszentren zerspant werden. Darüber hinaus sind komplexe Geometrien üblich. Aufgrund dieser und anderer Anforderungen hat die Zusammenarbeit mit Kunden aus dem Bereich Aviation & Space auch bei DMG MORI immer wieder zu innovativen Fertigungslösungen geführt, die bis heute Maßstäbe in Genauigkeit und Produktivität setzen. Die wegweisenden Anwendungen reichen vom effizienten 5-Achs-Simultanfräsen mit hohem Zerspanvolumen über die Präzisionsbearbeitung von schwer zerspanbaren Materialien in der Turbinentechnik und im Raketenbau bis hin zur additiven Fertigung gewichtsoptimierter Strukturbauteile.

Ganzheitliche Fertigungslösungen mit integrierten und automatisierten Prozessen

Diese bis heute maßgeblichen CNC-Technologien befähigen DMG MORI, immer wirtschaftlichere Fertigungslösungen zu entwickeln, die gleichzeitig den steigenden Qualitätsanforderungen gerecht werden. Sie orientieren sich am Konzept der Machining Transformation (MX), das Prozessintegration, Automation, Digitale Transformation (DX) und Grüne Transformation (GX) vereint. So finden zum einen immer mehr Arbeitsschritte – Fräsen, Drehen, Schleifen, Messen etc. – in einer Aufspannung statt, während flexible Automationslösungen manuelle Eingriffe auf ein Minimum reduzieren. Das erhöht die Prozesssicherheit und entlastet Fachkräfte, die in der Arbeitsvorbereitung und Programmierung gebraucht werden. Zum anderen unterstützen digitale Produkte ganze Produktionsabläufe – von der Auftragsplanung über die Programmierung bis zur Qualitätskontrolle und lückenlosen Rückverfolgbarkeit. Mit derart durchdachten Fertigungslösungen optimiert DMG MORI Maschinenkapazitäten, den Materialeinsatz und den Energieverbrauch, was sich wiederum positiv auf die Nachhaltigkeitsziele auswirkt.

Startklar für die Zukunft

Aviation & Space ist und bleibt eine Langstreckenbranche, die nach den Sternen greift. Alle Akteure müssen vorausschauend planen und frühzeitig investieren. So komplex die Herausforderungen sind, so viele Chancen bieten sie. Unternehmen, die flexibel bleiben, technologisch vorausdenken und sich nicht scheuen, in Partnerschaften und Innovationen zu investieren, werden auch in einem volatilen Markt langfristig bestehen. Mit einem starken Fokus auf immer intelligentere und nachhaltigere Fertigungsprozesse schafft DMG MORI genau die Lösungen, die Flugzeughersteller, Raumfahrtexperten und deren Zulieferer heute brauchen, um dauerhaft auf Flughöhe zu bleiben.